Gebärdensprache, Gehörlosigkeit und Cochleaimplantate

von Marcus Haas

Gedanken zur Kontroverse um die Anerkennung der Gebärdensprache und den Einsatz von Cochleaimplantaten


Auf den folgenden Seiten möchte über die Gehörlosigkeit sprechen, welche Ursachen es dafür gibt, ob das Chochleaimplantat geeignet ist, ein betroffenes Kind an der Welt der Hörenden Teilnehmen zu lassen und auch darüber, warum die Deutsche Gebärdensprache (DGS) es verdient, als Sprache anerkannt und an den Schulen gelehrt zu werden - das Gleichstellungsgesetz hat die Vorraussetzung dafür geschaffen.

In den USA, Dänemark und anderen Ländern sind die Gehörlosen mit ihrer Forderung nach Anerkennung und Gleichberechtigung bereits viel weiter, als in Deutschland, wo es immernoch schwer ist geeignete Schulen zu finden, geschweige denn Universitäten.

In Unternehmen werden diese Menschen oft benachteiligt, denn selbst wenn sie einen Arbeitsplatz finden, macht sich der Arbeitgeber nicht immer auch die Mühe die Deutsche Gebärdensprache zu erlernen, oder dies den Mitarbeitern nahezulegen.

Diesem Zustand kann nur abgeholfen werden, wenn der Unterricht in Gebärdensprache regulärer Bestandteil des Schulunterrichts wird, wie es in Dänemark bereits der Fall ist.

Einige werden Einwenden, dass dieses Problem über Kurz oder Lang mit der Erfindung des Chochleaimplantats gelöst sei, das ist aber nicht unbedingt der Fall, tatsächlich kann die Isolation der Implantierten sogar weiter zunehmen, weil sie weder die gesprochene, noch die Gebärdensprache richtig beherrschen.

Natürlich ist es für Eltern schwierig hier eine Entscheidung zu treffen, die das ganze Leben ihres Kindes betrifft, aber bevor man sich zu diesem immernoch schwerwiegenden Eingriff entscheidet sollte man sich nicht nur auf den Arzt und die Krankenkasse verlassen, sondern auch, wenn irgend möglich, auch mal einen Gehörlosen fragen. Noch besser ist es dem Kind selbst die Entscheidung zu überlassen, sobald es alt genug dafür ist.


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